Epochale Fächer und Halbjahresnoten:
Bei der
Vielzahl der Fächer, die in der Oberschule unterrichtet werden, müsste die
Schulwoche eigentlich eher 40 als 30 Stunden umfassen.
Das aber ist derzeit weder möglich noch geplant. Daher stehen wir vor dem
Problem, diese vielen Fächer sinnvoll in einen Stundenplan einzubauen.
Wenn man alle
Fächer in jeder Woche unterrichten will, können viele davon nur in einer Stunde
in der Woche stattfinden.
Eine solche Verzettelung ist für Schüler wie Lehrer unbefriedigend und wenig
ertragreich.
Aus diesem Grunde haben wir uns entschieden – entsprechend der Empfehlung des
Ministeriums –
viele der „kleinen“ einstündigen Fächer epochal zu unterrichten.
Das bedeutet, nicht ein Jahr lang je eine Stunde z.B. Erdkunde und Geschichte zu
erteilen,
sondern im 1. Halbjahr zwei Stunden Erdkunde und kein Geschichte und im 2.
Halbjahr umgekehrt.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dann die Lernergebnisse besser sind,
weil die Schüler nicht so viele verschiedene Themen gleichzeitig im Kopf
behalten müssen
und sie außerdem ein zweistündiges Fach ernster nehmen als eines, das nur einmal
in der Woche stattfindet
und dann womöglich auch noch wegen Feiertagen oder aus anderen Gründen mehrmals
ausfällt.
Dabei müssen
Schüler wie Eltern jedoch auf eines achten:
ein nur im 1. Halbjahr erteiltes Fach erhält eine Note,
die auf das
Ganzjahreszeugnis im Sommer einfach übertragen wird
und dort voll zählt.
Im ungünstigsten Fall also kann eine schon fast
vergessene „5“ in „Biologie“ aus dem 1. Halbjahr im Sommer eine Versetzung
verhindern,
wenn noch eine zweite „5“ in einem anderen Fach dazukommt.
Dies kann – außer für Deutsch, Englisch, Mathematik, Sport und Religion/Werte &
Normen –
grundsätzlich in jedem Schuljahr sowie für alle Fächer und auch WPKs gelten.
Selbst wenn geplant war, ein Fach ganzjährig zu unterrichten, ist es immer
möglich,
dass z.B. durch den Ausfall eines Fachlehrers ein Fach dann doch nur im 1.
Halbjahr erteilt wird.
Weisen Sie also Ihr Kind nachdrücklich darauf hin,
dass schon das 1. Halbjahr ganz wichtig ist und es sich nicht auf ein mögliches
„Ausbügeln“ von Patzern im 2. Halbjahr verlassen kann. |