Informatik und moderne Technologien
Unsere PC-Ausstattung - im Überblick:
Lohstraße:
20 bzw. 24 vernetzte PCs mit schnellem Internetzugang und Druckmöglichkeit
im Raum 110 und 109
(Software Windows 7/10 und Office 2010/2016)
(alle Rechner eingeschränkt durch Filtersoftware (TIME FOR
KIDS) und kontrolliert vom
jeweiligen Lehrerrechner)
ausreichend Laptops für Beamerbetrieb in den Klassen; LAN in allen
Klassenräumen;
3 Active Boards in den Naturwissenschaften;
Königstraße:
24 vernetzte PCs mit schnellem Internetzugang und Druckmöglichkeit
im PC-Raum
(alle Rechner eingeschränkt durch Filtersoftware (TIME FOR
KIDS) und kontrolliert vom
jeweiligen Lehrerrechner)
Alle Klassenräume mit eigenem PC mit Vernetzung und Internetzugang;

Einordnung:
„Informatik“, „IT“, „Computer“, „Moderne
Technologien“ – es gibt die verschiedensten Bezeichnungen für diesen Bereich des
Lernens, der uns allen heute so zentral und bedeutsam erscheint. Dennoch ist
„Informatik“ – für diesen Begriff haben wir uns an der Wilhelm-Raabe-Schule
entschieden – kein eigenständiges Unterrichtsfach in der Stundentafel. Es gehört
zum „Wahlpflichtbereich“ – kann also als anspruchsvoller „WPK“ von den
Schülerinnen und Schülern gezielt angewählt oder aber auch vermieden werden.
Zusätzlich jedoch sind Basiskenntnisse im Umgang mit dem PC zentraler
Bestandteil des Methodentrainings und haben dadurch eine grundlegende, aber
letztlich auch dienende Funktion für die klassischen Schulfächer und die
übergeordneten Kompetenzen, die Schüler an der Realschule lernen sollen.
Lernziele der WPKs „Informatik“
Wenn Informatik für möglichst viele oder alle
Schülerinnen und Schüler unserer Schule bedeutsam sein und den erheblichen
Zeit- und Ressourcenaufwand rechtfertigen soll, kann es dabei nicht, wie früher
oft, um „Basteln und Programmieren“ gehen. Dies wird letztlich nur für eine
Minderheit von Interesse sein und im Zweifelsfall kennen sich die Schüler besser
aus als die unterrichtenden Lehrkräfte. Stattdessen müssen diejenigen
Anwendungen im Mittelpunkt stehen, mit denen eigentlich alle Schüler nach der
Schule beruflich wie privat immer wieder zu tun haben werden und deren
angemessene Beherrschung inzwischen als Kulturtechnik vorausgesetzt wird. Daher
konzentriert sich die Arbeit in den Informatik-WPKs fast ausschließlich auf den
Umgang mit aktuellen Büro-Programmen, also auf Textverarbeitung,
Tabellenkalkulation, Datenbanken und Präsentationen. Darüber hinaus geht es um
die sichere und zielgerichtete Nutzung des Internets sowie um Grundkenntnisse
der Organisation von Daten auf einem PC oder in einem Netzwerk.
Lernziele „Informatik“ im Methodentraining
Im Bereich des Methodentrainings stehen drei Aspekte im
Vordergrund:
-
Der Umgang mit Textprogrammen, um lesbare und ansprechend
formatierte Schriftstücke jeder Art zu erstellen;
-
Die Nutzung von Präsentationsprogrammen, um Lernergebnisse
oder Informationen anschaulich für die Weitergabe aufzubereiten;
-
Die Anwendung von Tabellenkalkulationsprogrammen, um Daten
abzuspeichern und aufzubereiten.
-
Der sichere Umgang mit dem Internet zur
Informationsbeschaffung.
Diese drei Ziele sollen im Sinne eines Spiralcurriculums
spätestens ab Klasse 7 in der regelmäßigen Arbeit in allen (Sach-)Fächern
angestrebt werden. Schülerinnen und Schüler werden ermutigt, Arbeitsergebnisse
auf elektronischem Wege zu erstellen und zu präsentieren (Beamer).
Stoffplanung für das Fach Informatik
Ein Informatik-WPK findet
einmal wöchentlich 2-stündig statt. Bei angemessener Gruppengröße – jeder
Schüler hat einen eigenen Rechner zur Verfügung – kommt man bei 38
Unterrichtswochen auf maximal 76 Stunden; realistischerweise – Krankheiten,
Klassenunternehmungen, sonstige Ausfälle – sollte man eher von etwa 65 Stunden
praktischer Arbeit am Gerät ausgehen.
Zusätzlich empfiehlt die
Fachkonferenz, unter dem Aspekt des „gender mainstreaming“ gelegentlich
geschlechtshomogene Gruppen zu bilden zur Förderung der Mädchen im Bereich der
neuen Technologien. Mädchen sollten explizit aufgefordert werden, sich für
Informatik WPKs zu interessieren.
Unter den genannten
Prämissen sind inhaltlich nur einige Schwerpunkte zu realisieren:
1.
Einführung in die Arbeit in einem vernetzten Computerraum: (ca 6 Stunden;
teilweise im Verlauf des Lehrgangs)
a) Aufbau und
Arbeitsweise eines Intranets
b) Einführung
in das Betriebssystem der Workstation und ansatzweise Einführung in die
Dateistruktur und Rechteverwaltung in einem Server-Client-Intranet
c) Zugang zum
Internet und dabei zu beachtende technische, juristische und Sicherheitsaspekte.
2.
Einführung in die Arbeit mit modernen Textprogrammen:
(ca. 40 Stunden; teilweise erst nach Einführung in Excel für Serienbriefe und
Datenbankanknüpfung)
Ziel ist die sichere Verwendung von Word zur Erstellung angemessen formatierter
Textsorten wie
Briefe, Poster, Mappenblätter, Präsentation von Ergebnissen, ...
a)
Der WORD –
Bildschirm
b)
WORD
richtig installieren und einstellen; AutoFormat beeinflussen können
c)
Sich im
Text bewegen
i.
Den Cursor
mit der Tastatur bewegen
ii.
Den Cursor
mit der Maus bewegen
d)
Texteingaben löschen – beide Verfahren (Rücktaste und Entf-Taste)
e)
Text
markieren
i.
Text
markieren mit der Tastatur
ii.
Text
markieren mit der Maus
f) Zeichenformatierung
g)
Sprache
i.
Rechtschreibung / Rechtschreibüberprüfung
ii.
Silbentrennung / eventuell Installation über normal.dotx
iii.
Fremdsprachen
h)
Dateien
speichern
i.
Dateien,
Ordner, Unterverzeichnisse: die Organisation des PC
ii.
Unterverzeichnisse einrichten
iii.
„Speichern
unter“ und Sicherungskopien auf tragbaren Datenträgern
i)
Dateien auf
dem Rechner finden und öffnen
j)
Drucken und
Seiteneinrichtung; Kopf- und Fußzeilen
k)
Absatzformatierung
i.
Einzüge,
Abstände, Zeilenabstände
l)
Absatzformate übertragen, speichern und wieder verwenden
i.
Vorhandene
Formatvorlagen verwenden
ii.
Eigene
Formatvorlagen entwickeln, abspeichern und anwenden
m)
Tabstopps
i.
Arbeiten
mit dem Lineal
ii.
Selbst
definierte Tabstopps und Tabstopps mit Füllzeichen
n)
Nummerierungen und Aufzählungszeichen
o)
Tabellen
i.
Größe der
Zeilen und Spalten festlegen
ii.
Zeilen und
Spalten einfügen / Zeilen und Spalten entfernen
iii.
Tabellen
gestalten
p)
Rahmen und
Schattierungen – speziell auch in Tabellen
q)
Letzte
Aktion wiederholen oder rückgängig machen
r)
Text in
Spalten anordnen
s)
Grafiken
i.
Grafiken
importieren, anpassen und beschneiden
ii.
Grafiken
platzieren und Umbruch festlegen
iii.
Definierte
Freiräume auf dem Blatt schaffen
iv.
Text in
Textfeldern frei platzieren
v.
Grafiken
selbst erstellen und beschriften
t)
Weitere
Gestaltungsprogramme: Formeleditor, „WordArt“, Sonderzeichen
u)
Textbausteine und Autokorrektur
v)
Serienbriefe
w)
Dokumentvorlagen und Dokumente
Wie weit und in welcher
Reihenfolge die einzelnen Themen der Textverarbeitung angesprochen werden, muss
von der Lerngruppe, den Vorkenntnissen und Interessen der Schülerinnen und
Schüler abhängig gemacht werden.
3.
Einführung in moderne Tabellenkalkulation (auch als Datenbankersatz)
(ca 20 Stunden plus die Zeit für Serienbriefe mit Excel als Datenbank)
a.
Aufbau und
Funktionsweise eines Tabellenblatts
b.
Eingabe von
Daten und Auto-Ausfüll-Optionen
c.
Eingeben
und Anwenden einfacher Formeln (Summen, Mittelwerte etc.)
d.
Herstellen
von Bezügen; weiteres Auswerten errechneter Ergebnisse; praktische Anwendungen:
Zinsberechnung; Buchhaltung; etc.
e.
Eingeben
und Anwenden komplexerer Formeln (Wenn-Dann, Summe-wenn etc.)
f.
Nutzung von
Excel als Datenbankprogramm zur Steuerung von Serienbriefen in Word
4.
Recherchen im Internet
(ca. 10 Stunden möglichst in Verbindung
mit der Arbeit in Word à
Beschaffung von Textmaterial, das nachher formatiert und aufbereitet wird.)
a)
Verwendung
von Suchmaschinen
b)
Sichten und
Auswählen von Ergebnissen
c)
Weitergabe
an Textprogramme und dortige Formatierung à
speziell: Auflösung von Tabellen
d)
Übernehmen
von Bildern und Fotos aus dem Internet
e)
Datenschutz
und Umgang mit privaten Informationen; Urheberrecht;
5.
Präsentationsprogramme / Internet
a)
Verwendungsorientierte Einführung in Powerpoint – Erstellung einiger Folien zu
einem aktuellen Unterrichtsthema
Oder:
b)
Erstellung
einer Homepage mit Frontpage oder HTML-Editoren
i.
Grundlegende Techniken
ii.
Veröffentlichung
iii.
Juristische
und datenschutzrechtliche Aspekte
Leistungsmessung:
Die Schwerpunkte der
Leistungsmessung liegen im Bereich der fachspezifischen Leistungen, an
denen sich ein Lernfortschritt am ehesten ablesen lässt.
Fachspezifische
Leistungen:
·
Umsetzen
konkreter Arbeitsaufträge am Rechner – auch als gemeinsamer Test – wie z.B.:
o
Formatierung eines längeren, unformatierten Textes unter Berücksichtigung des
Einsatzzwecks – Mappenblatt, Flyer, Plakat, Gliederung etc.
o
Lösung
komplexerer Arbeitsaufträge – Serienbrief (Word), Notenverwaltung (Excel), etc.
o
Erstellen
einer Homepage
·
Dokumentation der Lernergebnisse in schriftlicher Form als Fachmappe; dabei ist
es wichtig, die Ergebnisse jeweils direkt am Tage der Erstellung abzuzeichnen,
um den Grad des Lernerfolgs nach jeder Stunde dokumentieren zu können und um
nicht am Ende eines Lehrgangs eine möglicherweise mit fremder Hilfe erstellte
Mappe zu erhalten.
·
Präsentation von Lernergebnissen mit den Mitteln der erlernten Techniken;
Wandzeitungen, Folien, Homepages, etc.
Schriftliche Leistungen:
·
Pro
Halbjahr 1-2 Kurztests, in denen nachzuweisen ist, dass man die gelernten Techniken
beherrscht und aufgabenorientiert anwenden kann. Benotet wird das Ergebnis
(Datei), nicht das schriftliche Berichten darüber.
Mündliche Leistungen:
·
Qualität
und Quantität der mündlichen Mitarbeit bei der Erarbeitung des Lernstoffs im
Kurs; diese mündliche Mitarbeit wird häufig lediglich in Schüler – Lehrer -
Gesprächen in Erscheinung treten und dort bewertet werden müssen.
·
Fähigkeit,
einen anderen anzuleiten, bestimmte Arbeiten mit dem Rechner zu erledigen, ohne
ihm die Arbeit manuell abzunehmen. Dies kann konkret unter fester
Aufgabenstellung abgetestet werden.
·
Fähigkeit,
Verfahren und Techniken allgemein verständlich zu erläutern.
In
die Gesamtnote sollen einfließen
·
Die
fachspezifischen Leistungen zu 70%
·
Die
schriftlichen Leistungen zu 15 %
·
Die
mündlichen Leistungen zu 15 %
Die vorliegende
Stoffplanung wurde von der Fachkonferenz Informatik im August 2009 beschlossen.
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